Der Comic ist die Rettung

Im Anfang ist die Zersplitterung: Als Projektionen geistern, fragmentiert, in Ultra-Nahaufnahme, die Gesichter der SpielerInnen, hier ein Auge, da ein Mund, über die in riesige Rahmen gespannten Leinwände, hinter denen sich zugleich ihre Silhouetten bewegen. Die ganze Bühne beherrscht diese verwinkelte Holzkonstruktion, die wirkt wie die vage Erinnerung an eine expressionistische Stadt. Oder wie chaotisierte, ineinander geschobene und in die Dreidimensionalität getretene Comic-Panels: Die ganze Welt ist aus den Fugen, hier, im Moks, der Spielstätte der Jugendsparte des Bremer Theaters. Von irgendwo schräg hinten kratzt röchelnd eine Geige. Immer wieder sprotzt sie denselben verendenden Ton in den dunklen Raum. „Der Comic ist die Rettung“ weiterlesen