Beziehungskiste mit Leiche

Die zwei „Nekromantik“-Filme sind singulär geblieben. 1987 drehte Jörg Buttgereit den ersten Teil, mit Freunden als Schauspieler*innen, Autoren und an der Kamera. Der Film ist einer der bleibenden Auswüchse der Berliner Super-8-Film-Szene. In der Leidensgeschichte des unglücklichen Leichenfledderers Robert Schmadtke war der Weltbezug des idealtypischen Horrorfilmfans subkutan mitgedacht: eine im selben Maße krawallig-komische wie tieftraurige Erzählung über einen Menschen, der mit den Lebenden nicht klarkommt und deswegen zu den Toten flieht. „Beziehungskiste mit Leiche“ weiterlesen

Wo die Linien nur mühsam halten

Vielleicht liegt es an der Schärfe und Glätte der Zeichnungen, dass der Horror umso deutlicher hervortritt. In den Comics von Charles Burns ist nichts unscharf, die Figuren erscheinen manchmal wie poliert, ihre Züge sind deutlich und klar umrissen – nur dass manchmal eine Nase fehlt oder etwas in ihren Gesichtern wächst, was dort nicht hingehört. Mit „Black Hole“ wurde er in den Nullerjahren international bekannt, jetzt ist sein nächster Zyklus unter dem Titel „Last Look“ erstmals gesammelt erschienen. „Wo die Linien nur mühsam halten“ weiterlesen