„Dafür auch noch dankbar sein“

»Asylsuchende, die beschleunigte Asylverfahren durchliefen, waren unfairer Behandlung ausgesetzt und wurden häufig in ungeeigneten Einrichtungen inhaftiert«, heißt es unter anderem im Amnesty-International-Report von 2012 über Finnlands Umgang mit Flüchtlingen. Die Graphic Novel des Finnen Ville Tietäväinen, die sich die europäische Abschottungspolitik zum Thema gemacht hat, blickt statt auf die Politik des eigenen Landes auf das andere Ende Europas, auf die spanischen Küste. „„Dafür auch noch dankbar sein““ weiterlesen

„Knast, der seinen Namen nicht sagt“

»Ach, das Asylantenheim suchense! Sindse sicher, dasse da hinwolln?!«, ruft eine ältere Einwohnerin von Halberstadt auf Paula Bullings Frage nach dem Weg zur Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber ungläubig aus. »Im Land der Frühaufsteher« beschreibt das Leben von Flüchtlingen in Sachsen-Anhalt, ihren Kampf gegen die Residenzpflicht, vergammelnde Heime, Alltagsrassismus und die drohende Abschiebung. Die Comicreportage problematisiert dabei immer wieder auch die eigene Perspektive der Beobachterin, die nach dem Besuch und Gespräch mit den Bewohnern der Heime in das eigene unkomplizierte und privilegierte Leben zurückkehren kann. „„Knast, der seinen Namen nicht sagt““ weiterlesen