Feministisch und stilvoll

Vereinbarkeitsprobleme von Familie und Beruf sind für zeitgenössische Superheldinnen eine alltägliche Herausforderung. Jessica Drews, alleinerziehend und beruflich in verantwortlicher Position als Spider-Woman, bringt es in den beiden von Joëlle Jones atemberaubend schick gezeichneten Serienfolgen 6 und 7 auf den Punkt: „Ich bin über Dreißig. Alle anderen sind Kids.“ Ständig muss kurzfristig der Babysitter her. Unterwegs wird Milch abgepumpt und als erstes beim Heimkommen in den Kühlschrank gestellt, zum Ekel der unterdreißigjährigen Co-Heldinnen. In der Welt der Erwachsenen werden dagegen höflich Kampfpausen eingelegt, wenn die Kinder der Gegnerin nach Hause kommen. Und am Ende eines langen Arbeitstages geht es dann doch nochmal los, und der Babysitter wird wieder angerufen. „Feministisch und stilvoll“ weiterlesen

Das Leben im Neoliberalismus

Außerirdische Artefakte landen an Dutzenden Orten überall auf der Welt, dreibeinige Plattformen auf kilometerhohen Säulen. Sie stehen einfach nur da und machen nichts. Die Menschen nennen sie „Bäume“, „trees“. Die Trees, „an denen nichts haftet außer Farbe“, sind vollkommen unzugänglich. Es kümmert sie nicht, was sie beim Landen unter sich zerstören. Ab und an scheiden sie eine ätzende Flüssigkeit aus. Was sie tun oder nicht tun, entzieht sich der menschlichen Wahrnehmung. „Das Leben im Neoliberalismus“ weiterlesen